Der Schlüssel zur Wohnung?

Noch mehr Wissen gesammelt: Am 8. April 2019 traf sich der Stammtisch, um von Rechtsanwalt*in Kim Lippe alles über das Persönliche Budget zu erfahren. Warum der Vortrag? Fachleute sehen den Weg über das Persönliche Budget als eine Chance, inklusives Wohnen möglich zu machen. Nicht viele beantragen das Persönliche Budget, denn es ist nicht ganz einfach. Es ist aber möglich für jeden behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen unabhängig von Art und Schwere der Behinderung. Wie man es bekommt? Beratungsstellen wie die ambulanten Dienste helfen weiter.

An Geld kommen

Das Geld hängt nicht an den Bäumen – aber manch einer weiß, wo man es abgreifen kann, wenn man inklusive Wohnformen verwirklichen will: Beim Stammtisch für inklusives Wohnen am 14. Februar 2019 beim Berliner Behindertenverband klärte uns der Vorsitzende Dominik Peter auf: welche Projekte fördern etwa die Aktion Mensch oder der Paritätische Wohlfahrtsverband und mit welchen Summen. Mit welchen Banken lässt sich gut zusammenarbeiten und welche Wohnungsbaugenossenschaften sind interessiert.

Viele Infos – danke Dominik Peter! – jetzt braucht es Mut und Tatkraft und Beharrlichkeit und… und …und … um ins Tun zu kommen!

Loslassen – 10 Kilo mehr!

Eine überschaubare Runde beim ersten Stammtisch im Jahr 2019 am 10. Januar. Und so nutzten wir Eltern die Gelegenheit und löcherten Viola von einem kleinen Träger in Pankow mit Fragen, die wir schon immer mal stellen wollten. Auf einige Änderungen müssen wir uns einstellen, wenn unsere Kinder bei uns ausziehen und ihr eigenes Leben beginnen: Es kann passieren, dass sie anfangen zu müffeln, weil sie sich nicht mehr jeden Tag duschen. Es kann passieren, dass die jungen Leute erstmal 10 Kilo zunehmen, weil sie die neugewonnene Freiheit im Supermarkt ausnutzen. Es kann passieren, dass die Klamotten durcheinander geraten und die Wäsche, die in die Waschmaschine soll, doch im Schrank landet. Denn so komisch es klingt – es gibt ein gewisses Recht auf Verwahrlosung. In Grenzen natürlich. Denn dann steuern die Unterstützer*innen dagegen. Die richtige Balance zu finden im Dreieck zwischen Nutzer*innen, Unterstützenden und zu einem gewissen Grad eben den Eltern, erfordert Zeit und gutes zwischenmenschliches Miteinander.

Wir Eltern müssen unsere Kinder loslassen lernen. Ich glaube, das ist gar nicht so leicht. Da gibt es noch Gesprächsbedarf!

Berliner Stammtisch für inklusives Wohnen

Hier treffen sich an inklusivem Wohnen Interessierte: Eltern junger Erwachsener, Angehörige, potentielle Mitbewohner und Träger. Einfach alle, die das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in Berlin verwirklichen wollen.
Wir treffen uns jeden zweiten Donnerstag des Monats an wechselnden Orten.(Neulinge melden sich bitte an: info@stammtisch-wohnen.de)

Im Dezember sind alle im Weihnachtstrubel – kein Stammtisch am 12. Dezember also. Aber dann wieder am 9. Januar um 18:30 – der Ort wird noch bekannt gegeben.

Stammtisch November 2018

Treffen des Stammtisches für inklusives Wohnen Berlin am 8. November 2018 in den Räumen der Zukunftssicherung : Es wird konkreter: Wir sind dabei, Arbeitsgruppen zu bilden, die künftig konkretere Ergebnisse zum inklusiven Wohnen liefern. Zum Beispiel: Wer will noch allgemeine Infos zum Thema sammeln? Wer will sich eher politisch engagieren? Wer ist konkret daran interessiert, in ferner oder naher Zukunft eine WG zu gründen?  Inklusives Wohnen wird uns leider nicht auf dem Silbertablett serviert – deshalb ist jedeR mit seinen/ihren Fähigkeiten gefragt.