Mit Assistenz bis nach Rom

Oskar Streit liebt es bunt. Oskar spricht nicht mit dem Mund, sondern nutzt verschiedene Formen der Unterstützten Kommunikation. Bei seinem Talker-Vortrag über „Mein schönes Leben mit Assistenz“ am 9. Januar 2020 im Tiele Winckler Haus bot er uns einen Einblick in sein abwechslungsreiches Leben: Zuhause vor der Staffelei, im roten Cabrio und vor den Kulissen von Rom. Mithilfe von 10 Assistent*innen, die ihn reihum betreuen, kann der junge Mann im Rollstuhl weitgehend selbstbestimmt leben. Auch wenn es ihn manchmal nervt, bei einem Wechsel zum zehnten Mal erklären zu müssen, wie er am liebsten die Zähne geputzt bekommt. Doch meistens nimmt er´s mit Humor. Viele Wechsel gibt es sowieso nicht, denn die Assistent*innen mögen die Arbeit: Oskar lebt in einer WG mit drei Student*innen gegenüber der Wohnung seiner Eltern und wenn er nach der Arbeit in der Holzwerkstatt nach Hause kommt, ist meistens was los.

Oskars Mutter hat das scheinbar Unmögliche möglich gemacht: Sie hat eine 24-Stunden Assistenz durchgesetzt. Die persönliche Assistenz wird über die Eingliederungshilfe finanziert und die Einsätze der Assistent*innen von  ambulante Dienste e.V organisiert. Von ambulante Diensten e. V. gibt es auch Beratung zur Beantragung von Persönlicher Assistenz.

Wir vom Stammtisch sind begeistert von Oskar. Er ist uns das beste Beispiel für ein inklusives, selbstbestimmtes Leben!

Oskars Mutter ist aktiv bei der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. und organisiert dort vom 14. bis zum 18. Oktober 2020 eine Familienfreizeit. Mehr Infos demnächst hier: www.gesellschaft-uk.org

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