„Ja, wir machen das!“

Als eine befreundete Mutter die Bremerin Doris vor gut sieben Jahren fragte, ob sie mit ihr eine inklusive WG gründen wolle, wussten beide noch nicht, worauf sie sich einließen. Zum Glück, denn: „Es war wahnsinnig viel Arbeit“. Aber das Ergebnis ist toll! „Meine Tochter Sarah-Lea ist wirklich glücklich hier“,  sagt Doris, als sie beim virtuellen Stammtisch am 14. Januar 2021 von der WG berichtet.

Der Platzbedarf für eine WG mit 8 Mitbewohner*innen ist enorm: Schon die Garderobe mit allen Wintermänteln plus Platz für Gästejacken könnte eine eigene Kammer füllen. Die drei Bäder sowie eine Extra-Toilette sind gerade in Corona-Zeiten Gold wert. Die Wohnung ist 330 qm groß. Im 80 qm großen Gemeinschaftsraum mit integrierter Küche sind unter anderem zwei Sofas, zwei Kühlschränke und ein riesiger Tisch untergebracht. Hier findet das WG-Leben statt mit gemeinsamen Mahlzeiten, Kniffel-Spielen und Fernsehabenden. Während der Lockdowns macht die WG hier Gymnastik. „Die Mitbewohner sind richtig gut zusammengewachsen“, sagt Doris.

Schick sind die Betondecke sowie auch der hochwertige Holzboden in der Wohnung

Eine so große Gemeinschaft ist nicht leise: die eine schließt geräuschvoll die Türen, die andere redet laut, der dritte singt in der Küche. Bei so einem Geräuschpegel sei es extrem wichtig, bei Planung und Bau auf eine gute Akustik zu achten, meint Doris.

Eine große Puzzelei war der finanzielle Part: Zum Beispiel Gelder durch Spenden und Anträge für die Einrichtung zu akquirieren. Und die verschiedenen Einkünfte der Mitbewohner*innen mit Unterstützungsbedarf zu koordinieren, um davon Miete, die Dienste der Studierenden und die Fachkräfte zu bezahlen.

Um all das zu schaffen, haben die drei initiierenden Eltern einen Verein gegründet, der die WG selbst betreibt. So erfolgreich, dass er zwei weitere WGs in Bremen plant. Viel Erfolg wünscht Doris den 17 Stammtisch-Teilnehmenden auch in Berlin!

Inklusive WG Bremen

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