Unterstützung bei der WG-Gründung

Inklusive WG gründen ohne Kontakte und den passenden Wohnraum aufspüren? Mit diesem Thema ist Fee Kyriacopoulos von Stattbau befasst, die am 13. Juni 2019 beim Stammtisch zu Gast war. Privatpersonen empfiehlt sie die ebenfalls bei Stattbau angesiedelte Netzwerkagentur.

Der letzte Stammtisch für inklusives Wohnen vor den großen Ferien fand im inklusiven Haus des Pfefferwerks statt. Dort werden künftig 10 Menschen mit Unterstützungsbedarf in zwei Wohngruppen leben sowie 35 Studierende.

Einige Etagen sind noch im Umbau, aber wenn auch der Garten auf Vordermann gebracht ist wie geplant, kann es richtig losgehen mit dem Zusammenleben. Vorher gibt es einen Tag der offenen Tür am 15. August 2019 von 12 bis 18 Uhr in der Boothstraße 17 in 12207 Berlin-Lichterfelde Ost.

Stammtisch bei der Lebenshilfe

Am 9. Mai 2019 trafen wir uns bei der Wohnberatung der Lebenshilfe in der Heinrich-Heine-Straße. Auch hier gibt es Interesse an inklusivem Wohnen. Eine Wohnvorbereitungsgruppe trifft sich regelmäßig zum Schnibbeln, Kochen, Quatschen und mehr.

Inklusion – Weiter so!

Der Schlüssel zur Wohnung?

Noch mehr Wissen gesammelt: Am 8. April 2019 traf sich der Stammtisch, um von Rechtsanwalt*in Kim Lippe alles über das Persönliche Budget zu erfahren. Warum der Vortrag? Fachleute sehen den Weg über das Persönliche Budget als eine Chance, inklusives Wohnen möglich zu machen. Nicht viele beantragen das Persönliche Budget, denn es ist nicht ganz einfach. Es ist aber möglich für jeden behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen unabhängig von Art und Schwere der Behinderung. Wie man es bekommt? Beratungsstellen wie die ambulanten Dienste helfen weiter.

An Geld kommen

Das Geld hängt nicht an den Bäumen – aber manch einer weiß, wo man es abgreifen kann, wenn man inklusive Wohnformen verwirklichen will: Beim Stammtisch für inklusives Wohnen am 14. Februar 2019 beim Berliner Behindertenverband klärte uns der Vorsitzende Dominik Peter auf: welche Projekte fördern etwa die Aktion Mensch oder der Paritätische Wohlfahrtsverband und mit welchen Summen. Mit welchen Banken lässt sich gut zusammenarbeiten und welche Wohnungsbaugenossenschaften sind interessiert.

Viele Infos – danke Dominik Peter! – jetzt braucht es Mut und Tatkraft und Beharrlichkeit und… und …und … um ins Tun zu kommen!

Loslassen – 10 Kilo mehr!

Eine überschaubare Runde beim ersten Stammtisch im Jahr 2019 am 10. Januar. Und so nutzten wir Eltern die Gelegenheit und löcherten Viola von einem kleinen Träger in Pankow mit Fragen, die wir schon immer mal stellen wollten. Auf einige Änderungen müssen wir uns einstellen, wenn unsere Kinder bei uns ausziehen und ihr eigenes Leben beginnen: Es kann passieren, dass sie anfangen zu müffeln, weil sie sich nicht mehr jeden Tag duschen. Es kann passieren, dass die jungen Leute erstmal 10 Kilo zunehmen, weil sie die neugewonnene Freiheit im Supermarkt ausnutzen. Es kann passieren, dass die Klamotten durcheinander geraten und die Wäsche, die in die Waschmaschine soll, doch im Schrank landet. Denn so komisch es klingt – es gibt ein gewisses Recht auf Verwahrlosung. In Grenzen natürlich. Denn dann steuern die Unterstützer*innen dagegen. Die richtige Balance zu finden im Dreieck zwischen Nutzer*innen, Unterstützenden und zu einem gewissen Grad eben den Eltern, erfordert Zeit und gutes zwischenmenschliches Miteinander.

Wir Eltern müssen unsere Kinder loslassen lernen. Ich glaube, das ist gar nicht so leicht. Da gibt es noch Gesprächsbedarf!